Gesellschaft
17.01.2001
Dauer: 55:10 min
Die Facetten der politischen Vergangenheit des Bundesaußenministers sind durch den Prozess und Bilder, die Fischers Angriff auf einen Frankfurter Polizisten zeigen, erneut ins öffentliche Interesse gerückt. Müssen Minister sich an ihrer Vergangenheit messen lassen? Gibt es Taten, die einen Minister untragbar machen? Welches Verhältnis haben Politiker heute zum Thema Gewalt als politisches Mittel? Dazu findet am 17.01.2001 im Bundestag eine aktuelle Stunde statt. Das Bekenntnis von Außenminister Joschka Fischer (Grüne) zu seiner militanten Vergangenheit löst im Bundestag eine Grundsatzdebatte über die politischen Auseinandersetzungen der 1970er-Jahre aus.
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) stellte sich demonstrativ hinter den Vize-Kanzler. "Sie wollen seine politische Existenz vernichten - nur: Sie werden es nicht erreichen.” So der Kanzler.
Schröder wirft der Union vor, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren. Ähnlich äußert sich Grünen-Fraktionschef Rezzo Schlauch. CDU-Chefin Angela Merkel fordert Fischer auf, sich von der 68er Revolte insgesamt zu distanzieren. Der Außenminister unterstreicht, er habe sich seit den 1970er-Jahren zum Demokraten entwickelt und seitdem nie zu Gewalttaten aufgerufen.
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