Gesellschaft
12.05.2007
Dauer: 59:00 min
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12.05.2007
Dauer: 59:00 min
Der Altkanzler greift in seiner Rede Themen auf, die ihn und auch Hans Küng seit Jahren stark beschäftigen: "Politik und Religion", die "Rolle der Vernunft und des Gewissens in der Politik", die "Notwendigkeit des Kompromisses" und der "Verlust an Stringenz und Konsequenz". Er distanziert sich von der Instrumentalisierung der Religion für politische Zwecke, hebt aber gleichzeitig die Bedeutung von Vernunft und Gewissen für politische Entscheidungen hervor und betont die Schwierigkeit politischer Entscheidungen sowie die Notwendigkeit von Kompromissen in einer Demokratie. Zugleich kritisiert Schmidt den "nationalen sacro egoismo" der USA in der Außenpolitik: Dieser sei nicht für ein friedliches Zusammenleben geeignet.
Die "Weltethosrede" an der Tübinger Universität hat seit dem Jahr 2000 Tradition. Bisher waren der britische Premier Tony Blair, UN-Hochkommissarin Mary Robinson, der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan, Bundespräsident Horst Köhler, Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi und IOC-Präsident Jacques Rogge Redner.
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